Leonardo Vinci: Artaserse
2012

Auch wenn die Opern von Händel, Vivaldi, Hasse und einiger anderer Barockmeister seit Jahren ihre große Wiederentdeckung erleben: Es gibt im 18. Jahrhundert noch eine Menge Neuland zu entdecken. Zum Beispiel bei Leonardo Vinci, einem der großen Meister dieser Epoche. Bis heute mussten Musikwelt wie Opernliebhaber auf eine Gesamtaufnahme eines seiner Werke warten. Nun ist es soweit: Es ist die Oper „Artaserse“ – eingespielt mit dem renommierten Barockorchester Concerto Köln und einem Ensemble aus nicht weniger als fünf Countertenören. In den Hauptpartien: Philippe Jaroussky und Max Emanuel Cencic.

1690 in Neapel geboren, brachte es Vinci schnell zu Ruhm und Ehren in der italienischen Opernszene. Seine Werke wurden in den damaligen Opernzentren Rom, Neapel und Venedig gefeiert. 1730 brachte Vinci seine letzte Oper heraus: „Artaserse“, ein Werk um die blutig ausgefochtene Nachfolge des ermordeten Perserkönigs Xerxes. Vinci, der noch im selben Jahr auf mysteriöse Weise starb, sorgte für ein Vorbild: Das Libretto seines Freundes Pietro Metastasio wurde später unzählige Male vertont. In Rom, wo „Artaserse“ zum ersten Mal erklang, waren zur Barockzeit weibliche Sänger auf der Bühne verboten. So schlug die Stunde der Kastraten. Gleich fünf Weltklasse-Counter (neben Jaroussky und Cencic noch Valer Barna-Sabadus, Franco Fagioli und Yuriy Mynenko) schlüpfen in die Rollen der legendären Gesangsvirtuosen und glänzen auf dieser Welt-Ersteinspielung, die in Deutschland live im Kölner Musical Dome und in eben dieser Besetzung zu erleben sein wird.


Tracklisting
Leonardo Vinci (1690-1730)
Artaserse


Mitwirkende
Philippe Jaroussky, Artaserse
Max Emanuel Cencic, Mandane
Daniel Behle, Artabano
Franco Fagioli, Arbace
Valer Barna-Sabadus, Semira
Yuriy Mynenko, Megabise
Coro della Radiotelevisione svizzera
Diego Fasolis, Dirigent


Rezensionen
„Das Concerto Köln lässt unter der Leitung von Diego Fasolis die Emotionen kochen.“
(Badische Zeitung, 09.10.2012)

„Die Leistung der Sänger ist schlicht umwerfend - ein zündendes Barockfeuerwerk."
(Musikwoche KW 43/2012)

„Diese Aufnahme ist eine Sensation.“
(HR2 Kultur, 19.10.2012)

„Die Wiederentdeckung einer einst gefeierten Barockoper - nicht allein wegen der hochkarätigen Besetzung spektakulär“
(stereoplay, Dezember 2012)

„Sensational landmark recording“
(Gramophone, Januar 2013)