Dream of the Orient
2003

Verschiedene Komponisten

Dream of the Orient explores the 18th-century European fascination with all things Turkish by mingling Eastern-tinged music by Mozart, Gluck, and other Enlightenment-era composers with traditional music from Turkey. While the tactic highlights the radical contrasts in style more than it reveals shared traits, it's an intriguing concept that certainly makes for lively listening. Spawned by a collaboration between the period-instrument orchestra Concerto Köln and the group Sarband, who play traditional Turkish instruments, the program typically takes the form of an improvised introduction performed by Sarband followed by a piece of alla turca music from Concerto Köln. Sarband's percussionists also join with Concerto Köln in several of the European pieces -- which is entirely fitting, as Western composers' self-styled "Turkish" music rarely ventured deeper than mimicking the clatter and clang of percussion-heavy janissary bands Turkish military ensembles. Concerto Köln return the favor by appearing alongside Sarband in a traditional janissaries' march; Sarband also offer several stand-alone pieces; and the program concludes with the spirited Sinfonia Turchesca by Süssmayer the composer who completed Mozart's Requiem. The allure of Turkish music is an intriguing theme in 18th-century music that lived on well into the 19th century think of the "Turkish March" in the Finale to Beethoven's Ninth, and Dream of the Orient is an imaginative investigation of that tradition.


Mitwirkende
Sarband


Rezensionen
„… die Musiker [zwingen] hier mehr als einmal zum staunenden Zuhören. Auch scheinbar abgedroschenen Wendungen bringen sie Individualität bei… Concerto Köln spielt so fantasievoll und farbig auf, wie man es gewohnt ist… Die federnde Eleganz, mit der sie Myslivecek zelebrieren, gibt ihnen Recht.“
(Fono Forum)

„… die Wiedergabe der sinfonischen Preziosen ist fulminant und mitreißend. Da kommt keine Langeweile auf: Die Themen werden prägnant und plastisch vorgetragen, die Genauigkeit von Phrasierung und Artikulation lässt die Musik förmlich sprechen, Präzision des Zusammenspiels und die klangliche Balance des Ensembles tragen darüber wesentlich zum Gelingen bei. Auffallend ist dabei die führende Rolle, die Myslivecek in den meisten Werken den Bläsern anvertraut, denn hieraus resultiert ¿ ebenso wie aus der klanglichen Präsenz der Bläser in der klanglichen Umsetzung ¿ ganz entscheidend das persönliche Profil der Kompositionen. Insbesondere die Kopfsätze der Sinfonien F-Dur, G-Dur und Es-Dur fallen durch ihre enorme Farbigkeit auf… Heimlicher Höhepunkt der CD ist jedoch die einzige konzertante Komposition der Einspielung, das Concertino Es-Dur, das durch seine außergewöhnliche Solobesetzung von zwei Klarinetten, zwei Hörnern und Fagott auffällt. Die Soloinstrumente treten hier einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen alternierend auf, was sich dem Hörer in einem ständigen klangfarblichen Changieren mitteilt, während zwei Flöten den Orchesterstreichern eine zusätzliche Farbe verleihen. Das ist alles so abwechslungsreich und lebendig, dass man davon gern noch viel mehr hören möchte…“