Mozart
2006

Wolfgang Amadeus Mozart

Two hundred and fifty years after his birth, how much do we really know about the music of Wolfgang Amadeus Mozart? One thing we think we know better than previous generations - and have certainly paid more attention to - is how it might have sounded in his own time. The ensemble Concerto Köln has for many years been in the forefront both of playing on period instruments and of performing Mozart in appropriate style, and here it brings its historically informed approach to bear on a cross-section of orchestral music. The clear articulation of the strings (with violins divided left and right), the individual colours of the wind, and the rhythmic support of the harpsichord - a regular feature of even the later 18th-century orchestra - can all be heard in the sparkling Overture to the 1786 one-act comedy Der Schauspieldirektor (The Impresario). And three trombones, instruments normally associated in the Classical period with church music or with supernatural effects in opera, make an immediate impact in the more serious Overture to Die Zauberflöte (The Magic Flute), from the last months of Mozart's life.


Tracklisting
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Ouvertüre zu “Die Zauberflöte“
Les Petits Riens (Auswahl)
Adagio aus der Serenade in B-Dur „Gran Partita“
Divertimento in D-Dur
Ouvertüre zu „Der Schauspieldirektor“
Eine kleine Nachtmusik


Rezensionen
Es wären… nicht die Kölner, wenn sie nicht etwas Besonderes angedacht hätten. Die „Zauberflöten“-Ouvertüre streicht endlich das Volkstümliche, das Vogelsängerische dieser einstigen „Vorstadtposse“ hervor, manchmal muss dieser erfrischende Mozart ein kongenialer und witziger Ahne von Rossini gewesen sein. Auch der polternde „Schauspieldirektor“ (mit virtuosen Fagott-Läufen) passt ins gleiche Umfeld, und die „Petits Riens“ bieten meist Ohrwürmer in possierlicher Aufmachung. Gut macht die Aufnahme die tolle Klangregie Mozarts hörbar; schön auch, dass ein sonst verpöntes Cembalo – diskret immer dabei – auftritt, das damals sicherlich mitzirpte. Das verleiht dem Divertimento wie der „Nachtmusik“ zusätzliche Klangreize. Somit ein schönes Konzeptalbum zum Jubiläum in ansprechender Klangkulisse. Empfohlen nicht nur CK-Fans, sondern allen, die eine interessante alternative Version hören möchten.
(Hifi & Records)

„In der „Kleinen Nachtmusik“ werden von Concerto Köln die Themen zu opernhaften Figuren ausgebildet: fragend, stürmend, insistierend, behauptend und antwortend… Im Adagio aus der "Gran Partita" B-Dur brilliert die Bläserfraktion des Orchesters… Oboe, Klarinette und das von Mozart so geliebte Bassetthorn verbinden sich zu einem Terzett vollständig aufeinander bezogener Charaktere, fast zu einer kleinen Theaterszene, so als wäre sie von Goethe oder Wieland klassischerweise in Verse gesetzt worden. Im Divertimento D-Dur KV 125a zeigen die Streicher des Orchesters, dass eine differenzierte Artikulation bei Mozart schon die halbe Miete ist. Wenn zum Beispiel der Nachsatz des Themas im Finale plötzlich ganz kurz gestoßen auf den Stegen gespielt wird und so fast geräuschhaft klingt, ist das jedes Mal ein Überraschungseffekt, weil es jedes Mal anders klingt. Auch das ist theatermäßiges Musizieren.“
(FonoForum)