Symphonies – Myslivecek
2007

Josef Myslivecek

It sounds like a subject for a romantic short story: a young Bohemian miller abandons the mill that he has inherited from his father in order to fulfil his life's wish and become a musician. His gifts are such that after studying briefly in Prague, he moves to Italy and is soon enjoying one success after another as an opera composer. Female members of the aristocracy swarm all over him, he is rumoured to have had affairs with the most famous prima donnas, and opera houses vie for his works. In short, the miller's son from Prague, who was known simply as "il Boemo" - "the Bohemian" - because of his outlandish name, enjoyed a sensational career. But his luck did not last. Ailing and disfigured by a botched operation, he fell out of favour with polite society just as quickly as he had gained entry to it. Utterly destitute, he died in Rome at the age of forty-three and received a decent burial only thanks to the generosity of an English music lover.


Tracklisting
Josef Myslivecek (1737-1781)
Ouvertüre Nr. 2 in A-Dur
Sinfonia in F-Dur
Sinfonia in C-Dur
Sinfonia in G-Dur
Sinfonia in Es-Dur
SInfonia Nr. 6 in C-Dur
Concertino Nr. 1 in Es-Dur


Rezensionen
„… die Musiker [zwingen] hier mehr als einmal zum staunenden Zuhören. Auch scheinbar abgedroschenen Wendungen bringen sie Individualität bei… Concerto Köln spielt so fantasievoll und farbig auf, wie man es gewohnt ist… Die federnde Eleganz, mit der sie Myslivecek zelebrieren, gibt ihnen Recht.“
(Fono Forum)

„… die Wiedergabe der sinfonischen Preziosen ist fulminant und mitreißend. Da kommt keine Langeweile auf: Die Themen werden prägnant und plastisch vorgetragen, die Genauigkeit von Phrasierung und Artikulation lässt die Musik förmlich sprechen, Präzision des Zusammenspiels und die klangliche Balance des Ensembles tragen darüber wesentlich zum Gelingen bei. Auffallend ist dabei die führende Rolle, die Myslivecek in den meisten Werken den Bläsern anvertraut, denn hieraus resultiert ¿ ebenso wie aus der klanglichen Präsenz der Bläser in der klanglichen Umsetzung ¿ ganz entscheidend das persönliche Profil der Kompositionen. Insbesondere die Kopfsätze der Sinfonien F-Dur, G-Dur und Es-Dur fallen durch ihre enorme Farbigkeit auf… Heimlicher Höhepunkt der CD ist jedoch die einzige konzertante Komposition der Einspielung, das Concertino Es-Dur, das durch seine außergewöhnliche Solobesetzung von zwei Klarinetten, zwei Hörnern und Fagott auffällt. Die Soloinstrumente treten hier einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen alternierend auf, was sich dem Hörer in einem ständigen klangfarblichen Changieren mitteilt, während zwei Flöten den Orchesterstreichern eine zusätzliche Farbe verleihen. Das ist alles so abwechslungsreich und lebendig, dass man davon gern noch viel mehr hören möchte…“
(Klassik.com)