Gruppenfoto

 

Generalprobe vom Balkon

Concerto Köln – 30 Jahre Alte Musik am Puls der Zeit

  

Leidenschaftliches Musizieren und die ungebrochene Lust an der Suche nach dem Unbekannten sind die Markenzeichen von Concerto Köln. Seit mehr als 30 Jahren zählt das Orchester mit dem unverwechselbaren Klang zu den führenden Ensembles im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Mit regelmäßigen Auftritten in den großen Musikmetropolen der Welt und bei renommierten Festivals steht Concerto Köln für herausragende Interpretation Alter Musik von internationalem Rang und ist gleichzeitig im Kölner Musikleben festverwurzelt. Projekte mit den bedeutenden Chören u.a. des Bayerischen Rundfunks, des Norddeutschen Rundfunks, dem ChorwerkRuhr sowie dem schwedischen Rundfunkchor demonstrieren die Wertschätzung, die Concerto Köln in der Zusammenarbeit mit Vokalensembles erfährt.

 

In der Spielzeit 2016/2017 ist Concerto Köln wieder in ganz Europa unterwegs. Ein erstes Highlight der Saison ist die Opernneuproduktionen von Händels „Jephtha“ unter Ivor Balton an De Nationale Oper in Amsterdam. Zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann im Jahr 2017 führt Concerto Köln die Werke des deutschen Barockkomponisten europaweit auf. Das Orchester feiert das Jubiläum u.a. mit der Sopranistin Sophie Karthäuser in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark. Eine Tournee mit Giuliano Carmignola führt das Ensemble im Frühjahr auch nach Asien. Außerdem erklingen auch die Programme der jüngsten Album-Erfolge (Die vier Jahreszeiten und die Brandenburgischen Konzerte) live im Konzert. 

 

Mayumi Hirasaki und Shunske Sato als ständige Konzertmeister sowie Lorenzo Alpert als Künstlerischer Leiter stehen für die Ausrichtung des selbstverwalteten Orchesters. Seit vielen Jahren beweisen die Musiker in der Auswahl ihrer Projekte, dass sich künstlerischer Anspruch und Publikumserfolg nicht widersprechen. 

 

Unter den bedeutenden Dirigenten, mit denen Concerto Köln in jüngerer Zeit zusammenarbeitete, finden sich prominente Namen wie Ivor Bolton, Kent Nagano, Peter Dijkstra, Andrea Marcon und Gianluca Capuano. Die langjährige Zusammenarbeit mit René Jacobs ist durch mehrere preisgekrönte CD-Einspielungen dokumentiert, darunter Mozarts „Così fan tutte“, Händels „Saul“ und Grauns „Cleopatra e Cesare“. Die Diskografie des Ensembles umfasst mittlerweile mehr als 70 Aufnahmen, die zahlreiche Preise gewann, darunter der ECHO Klassik, der Grammy Award, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik, der MIDEM Classic Award, der Choc du Monde de la Musique, der Diapason d’Année oder der Diapason d’Or. Seit 2008 ist Concerto Köln eng mit dem Label Berlin Classics verbunden, bleibt daneben aber auch für andere Labels aktiv. 

 

Concerto Köln interpretiert auch Standardrepertoire so spannend, als hätte man es noch nie gehört. Dies gelang in der Aufnahme der Brandenburgischen Konzerte ebenso wie jüngst mit der fulminanten Neueinspielung der Vier Jahreszeiten mit Shunske Sato (beide bei Berlin Classics). Diese Aufnahme entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Highend-Spezialisten MBL: In dem Bestreben, das Live-Erlebnis widerzugeben, wurde das Konzert ohne korrigierende Schnitte und in höchster audiophiler Qualität aufgenommen.

 

Internationale Aufmerksamkeit erregte die umjubelte und vielfach ausgezeichnete Wiederentdeckung von Vincis „Artaserse“ (Erato) mit Philippe Jaroussky, Franco Fagioli, Max Emanuel Cencic und Valer Sabadus in den Hauptrollen. Die zuletzt erschienenen Aufnahmen – darunter Werke von Johann Sebastian Bach (u.a. mit Giuliano Carmignola, dem Chor des Bayrischen Rundfunks und Mahan Eshfahani), Bachs Violinkonzerte mit Giuliano Carmignola (Archiv), Violinkonzerte von Haydn mit Midori Seiler (Berlin Classics) sowie Mahan Efahanis Projekt „Time Present and Time Past“ (DG) – sind erneut Zeugnis für die stilistische Bandbreite und die hochkarätigen künstlerischen Partnerschaften von Concerto Köln. 

 

Als Kulturbotschafter der Europäischen Union (2012) gehört das Orchester auch in Köln und Nordrhein-Westfalen zu den musikalischen Aushängeschildern. Dabei kann es sich für die Umsetzung seiner Ideen auf die Hilfe zahlreicher Partner verlassen: Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Kunststiftung NRW und das Goethe-Institut unterstützen das Ensemble unter anderem bei der Erforschung und der Umsetzung von musikalischen Projekten. Die RheinEnergieStiftung Kultur und die Stiftungen der Kreissparkasse Köln ermöglichen maßgeblich das umfangreiche und einzigartige Vermittlungsprogramm „Die Hörpiraten“. Mit den AfterWorkClassix unterstützt der TÜV Rheinland eine Konzertreihe, bei der dem Publikum neue Programme und wiederentdeckte Werke präsentiert werden. Seit 2009 besteht zudem eine enge Partnerschaft mit dem High-End-Audiospezialisten MBL, die dem Orchester eine intensive Auseinandersetzung mit dem Klang und der Wiedergabe von Aufnahmen ermöglicht. 

 

Köln, Oktober 2016