Antje Sabinski
Viola

Dass Antje Sabinski als Sechsjährige gleich anfing Bratsche zu spielen, verdankt sie ihrer Lehrerin. Eigentlich wollten meine Schwester und ich Geige lernen. Meine Lehrerin meinte, es wäre doch schön, wenn eine von uns Bratsche spielen würde. Weil ich die ältere war, fiel das Los auf mich. Eine gute Entscheidung, die Antje Sabinski später zum Studium an die Musikhochschule Köln führte, wo neben ihrem Lehrer Rainer Moog Mitglieder des Amadeus Quartetts zu ihren wichtigsten Mentoren gehörten. Schon während des Studiums Mitte der 80er Jahre spielte Antje Sabinski bei Concerto Köln. In dem frisch gegründeten Orchester entdeckte sie ihre Liebe zur Alten Musik. Begeistert vom Klangfarbenreichtum der historischen Aufführungspraxis, stand für Antje Sabinski rasch fest, dass sie nicht ins moderne Orchester wechseln, sondern weiter bei Concerto Köln bleiben wollte. Wir könnten mit geschlossenen Augen spielen und würden trotzdem perfekt zusammen klingen, schwärmt die Musikerin. Als Bratschistin schätzt sie, dass das Repertoire von Concerto Köln nicht auf Barockmusik beschränkt ist, sondern auch Werke klassischer und romantischer Komponisten umfasst. Sie liebt die Flexibilität ihres Berufes, bei dem keine Woche der anderen gleicht. Auch die vielen Reisen machen ihr nach wie vor großen Spaß. Gerne erinnert sie sich an ihre erste Tournee mit Concert Köln nach Südostasien. Indonesien, Bangkok, das war eine große Faszination in meinem Leben. Ein gutes Konzert ist für Antje Sabinski, wenn es musikalisch stimmig ist, wenn ich mich wohlfühlen und die Musik tief empfinden kann. Ihre freie Zeit verbringt Antje Sabinski am liebsten Zuhause bei der Familie. Drei Kinder lassen wenig Zeit für Hobbys. Erholen kann sie sich am besten, wenn sie im Garten sitzt, ein Buch liest, Rätsel löst oder einfach faulenzt.

(Text: Sylvia Systermans)